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Die Minis in Gersthof, das sind rund 70 Jugendliche im Altar zwischen 8 und 20 Jahren. Unter den Bereich Ministrantenpastoral fallen in unserer Pfarre zehn Mini- und zwei Jugendgruppen.
Unsere Kirche, ein neugotischer Bau, liegt im 18. Wiener Gemeindebezirk und ist dem Hl. Leopold geweiht. Zu unserer Pfarre gehört neben einem Kindergarten, Pfarrhaus und Gemeindezentrum eine barocke Kapelle – die Johann Nepomuk Kapelle in der Gersthoferstraße.
Geleitet werden die finanziell von der Pfarre unabhängigen Minis durch ein Team von 16 ehrenamtlichen Gruppenleitern – zwischen 17 und 31 Jahren alt. Da die Koordination von so einer großen Gruppenleiterrunde gar nicht so einfach ist, gibt es auch ein kleineres Leitungsteam, 4U-Team genannt, das wichtige Entscheidungen vorbereitet und die Minis nach außen vertritt. Seit dem Jahr 2000 gibt es eine eigene Ministrantentagung aller Leiter, bei der wir uns ein Wochenende lang Gedanken über aktuelle Themen die Ministranten betreffend machen.
Neben den wöchentlichen Gruppenstunden organisieren die Leiter diverse Veranstaltungen, kümmern sich um die Finanzen, um die Gestaltung der Homepage, um die Dekoration der Minisakristei, geben alle zwei Monate eine eigene Minizeitschrift heraus und vieles mehr.
Wir sehen es als immense Herausforderung, Kinder und Jugendliche mitformen zu können. Unsere Zielsetzung ist es daher, Jugendlichen Raum zu geben, in dem sie sich nach ihren eigenen Bedürfnissen entwickeln können. Dies versuchen wir durch eine altersgemäße Freizeitgestaltung zu ermöglichen.
Natürlich ist unser zentrales Anliegen der Dienst am Altar. Es ist ein Weg, der zum lebendigen Christ-Sein führt! Ministrantenarbeit bemüht sich um qualifizierte religiöse Bildung, bei der es konkret um die Einführung in den Ministrantendienst geht. Wir verdeutlichen durch unser Tun Vorgänge, unterstreichen Zeichen und assistieren dem Priester während dem Gottesdienst. Wir betonen den Feiercharakter bei liturgischen Festen. Der direkte Dienst der Minis ist die Spitze eines Eisbergs, gleichsam der höchste Punkt, der die Ministrantenarbeit ausmacht.
Im Jahr 2000 haben wir in einjähriger Produktionsarbeit ein 50-seitiges Ministrantenhandbuch erstellt, das uns österreichweit – so z.B. von Kardinal Schönborn oder Bischof Iby - Anerkennung gebracht hat. Bis Ende 2005 wurden über 1000 Stück unseres Behelfs vertrieben.
Unsere Gruppen sind in den letzten Jahren stark angewachsen, in denen wir auf Grund der großen Zahl an neuen Minis jeweils eine neue Gruppe eröffnet haben (vorher alle zwei Jahre): Freunde finden, miteinander Spaß haben, diskutieren, Feste feiern, mehr über Jesus und die Liturgie erfahren, einfach miteinander Zeit verbringen – all das sind Bestandteile unseres Gruppenlebens.
Neben den Gruppenstunden versuchen wir jedes Monat eine Aktion für alle Minis anzubieten, bei denen sich unsere Gemeinschaft außerhalb der Gruppen weiterentwickeln kann. Wir starten das Arbeitsjahr im September mit dem Minilagernachtreffen, es folgen Ministrantenmessen, eine Nachtwanderung, die Miniwallfahrt nach Klosterneuburg, die Miniaufnahme, Faschingsfest + Faschingsevent, Wuzzelturnier, Hallenfußballturnier, Kreuzweg, Miniausflug usw. Das Jahr beenden wir traditionellerweise mit einer Rätselrallye mit anschließendem Grillfest, zu der uns 2001 sogar Kardinal Schönborn beehrte. Von den Leistungen der Ministrantengruppenleiter in unserer Pfarrer beeindruckt initiierte er ein Projektteam zur Erstellung eines Konzepts für eine diözesanweite Ministrantenpastoral, an der wir uns aktiv beteiligten. Seit 2002 gibt es in unserer Diözese einen eigenen Ministrantenseelsorger und eine Pastoralassistentin, welche die Tätigkeiten der Minigruppenleiter in den Pfarren unterstützen.
Auch das Minilager gehört zu den Höhepunkten des Jahres. Ministranten wissen schon, warum es sich auch auszahlt zu uns zu gehören: Zu 90 waren wir 2005 wieder unterwegs, um am Minilager das Waldviertel eine Woche lang unsicher zu machen. Das Minilager ist einfach cool: Geländespiele, Showprogramme, ein eigener Gottesdienst mit unserem Rektor Heinrich und 24 Lagerleiter die im wahrsten Sinne des Wortes rund um die Uhr beschäftigt sind, eine einmalige Woche zu organisieren.
Unsere Gruppe ist eine Gemeinschaft, in der man aufeinander bauen kann, in der Vertrauen kein Fremdwort ist. Beeindruckt kann man beobachten, wie Altersgrenzen verschwinden und 8jährige mit 18jährigen an einem Seil ziehen und die Sorge der Älteren um die Jüngeren einen fixen Platz hat. Unsere Gemeinschaft bietet Rückhalt: Bei Problemen zu Hause oder in der Schule, sie bietet aber auch die Gelegenheit seine eigene Freude mit anderen zu teilen.
Dafür bürgen unsere Gruppenleiter, die mit vollem Einsatz damit beschäftigt sind, unseren Slogan "wir sprechen deine Sprache" in die Realität umzusetzen.
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